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Mittwoch, 6. Juli 2016
whiteowl, 23:00h
Nach meiner Präsentation hab ich viel positives Feedback bekommen. Ist es merkwürdig, dass dies mich überrascht? Ich konnte es annehmen und habe mich darüber gefreut, glaubte immer man merke mir meine Nervosität an, aber zumindest nur wenige merkten dies. Auch meine kleinen grafischen Details wurden positiv bemerkt, meine Vorbereitung wurde gewertschätzt. Ich vergesse oft, dass es nicht mehr so ist, wie früher, ich bin viel sicherer, man mag mich, man setzt sich sogar freiwillig neben mich.
Anderes Thema, bin mir unsicher, wie ich mit M's Hypochondrie umgehen soll, ich kann vieles nachvollziehen, aber ich möchte kein Mitleid zeigen, ich fühle mit, ich verstehe ihn, aber es gibt Grenzen. Ich habe die Befürchtung, dass es ihn um die Aufmerksamkeit von Autoritäten geht, eine Aufmerksamkeit, die er von mir nicht bekommen kann.
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Anderes Thema, bin mir unsicher, wie ich mit M's Hypochondrie umgehen soll, ich kann vieles nachvollziehen, aber ich möchte kein Mitleid zeigen, ich fühle mit, ich verstehe ihn, aber es gibt Grenzen. Ich habe die Befürchtung, dass es ihn um die Aufmerksamkeit von Autoritäten geht, eine Aufmerksamkeit, die er von mir nicht bekommen kann.
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Montag, 4. Juli 2016
zur Ruhe kommen und Routine
whiteowl, 22:09h
Am Sonntag besuchten M. und ich, K.und Mi. Ich glaube beiden würde mal eine Auszeit gut tun. Einer in den Norden, einer in den Süden. Sind beide so verpeilt, dadurch verstehe ich mich zwar besser, weil ich es von beiden nicht anders kenne, so bin ich aufgewachsen. Aber ich bin dabei, mich und mein Leben zu sortieren, ich habe Wege dafür gefunden. Das sollten beide auch tun. Sie kennen Routine nicht. Sie haben zuviel unverarbeitete Dinge im Kopf, sind aber noch nicht an dem Punkt angekommen, dass sie merken, wie wichtig es ist, für sich zu sorgen. Sie kennen Entspannung nicht, sie wissen nicht, wie es ist, bei sich zu sein. Verdrängen Ereignisse in dem sie immer weiterleben, sie funktionieren. Zuviele Erlebnisse, Ereignisse,... Gefühlstaubheit, um zu überleben. Ich kenne das von mir selbst.Daher haben sie gar keine Zeit, sich um die Familie Gedanken zu machen.
Gestern fing ich auch mit dem Brief für K. an, ich bin mir nicht sicher ob ich ihr wirklich den fertigen Brief geben soll, habe Angst vor ihrer Reaktion.
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Gestern fing ich auch mit dem Brief für K. an, ich bin mir nicht sicher ob ich ihr wirklich den fertigen Brief geben soll, habe Angst vor ihrer Reaktion.
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solche Kollegen hätte ich auch gern mal
whiteowl, 21:04h
Heute bat sie um ein kurzes Gespräch. Nun ist der Abschied noch eher als ursprünglich vereinbart. Zwar nicht viel eher, als er sowieso gewesen wäre, aber irgendwie macht es mich trotzdem sehr traurig. Zumindest hätten wir uns 2 Jahre noch gesehen. Keine gemeinsamen Gespräche mehr. Gerade kann ich meine Gefühle nicht einordnen. Hab ich wirklich geglaubt, dass da eventuell doch eine Freundschaft entstehen könnte? Ich träume zuviel... Habe ernsthaft geglaubt länger zu bleiben, doch diese eine Person wäre ja der ausschlaggebende Grund gewesen. Zum Großteil. Ihr Lachen werde ich vermissen. Das habe ich so gern gehört, machte Witze, nur um ihr Lachen zu hören. Das freundliche Lächeln, das Gesehen werden und angesprochen werden, ich mochte ihre authentische Art im Umgang mit Anderen, immer wertschätzend, meist sehr klar, nie gemein, nie mit negativem Hintergedanken. Ein ganz besonderer Mensch, einfach. Von dieser Sorte gibt es zu wenige. Ich bin traurig über den bevorstehenden Verlust. Damit hatte ich nicht gerechnet, wobei mir genau das schon mal in den Sinn kam. Nun ergibt auch die Reaktion im letzten Gespräch einen Sinn.Norddeutschland. Verstehe. Zurück in die Heimat. Verübeln werde ich's sicher nicht, das sollte keiner.
Dachte manchmal schon an in 2 Jahren. Aber das ist Quatsch, ich habe die entsprechende Ausbildung nicht, solche Kollegen hätte ich auch gern mal. Ich wollte einen Sinn finden, mit Leuten, die Sinn machen. Ich möchte solche Leute in meinem Leben.Gern länger.
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Dachte manchmal schon an in 2 Jahren. Aber das ist Quatsch, ich habe die entsprechende Ausbildung nicht, solche Kollegen hätte ich auch gern mal. Ich wollte einen Sinn finden, mit Leuten, die Sinn machen. Ich möchte solche Leute in meinem Leben.Gern länger.
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Sonntag, 3. Juli 2016
Darf's noch ein bisschen Kartoffelsalat sein?
whiteowl, 11:03h
Warum immer so förmlich bei Familientreffen? Immer diese gestellte Harmonie. Sonst kann sich doch auch niemand zusammen reißen. Besonders extrem beim Grillen - Das deutsche Lieblingshobby. "Möchtest du noch etwas Salat?" "Die Steaks müssen aber alle werden!" Ich esse mittlerweile nicht mehr mehr, als ich essen kann. Mindestens 3 oder 4 der Anwesenden fragen dann, "bist du schon fertig", "willst du wirklich nichts mehr", "iss doch noch was, du kannst es vertragen". "Nein, danke" "Wirklich nicht?" Was an "Nein, ich bin satt", ist so schwer zu verstehen? Wobei es wohl nicht das Nichtverstehen ist, sondern Höflichkeit, Harmonie-Pflichtgefühl, nichts echtes, ich merke schon wer echt ist. In M.s Verwandtschaft gibt's auch Leute, die authentisch sind, der Unterschied ist gravierend. Es ist wie M. es immer sagt, Gebetsmühlenartige Kommunikation, vom Tonband, immer dasselbe. Die gleichen Witze, Sprüche, Worte... Interessant ist, dass beim Essen immer ewig nachgebohrt wird. Erzählt jemand, es gehe ihm gut, hinterfragen es die Wenigsten.
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Autonomie oder Geborgenheit?
whiteowl, 10:51h
Autonomie und Freiheit oder Stabilität, Geborgenheit und möglicherweise eine Abhängigkeit? Entscheiden Sie sich jetzt. So pauschal kann man es aber nicht sagen. Kann ich nicht beides haben? Autonomie und Geborgenheit? Was genau ist Geborgenheit? Bedeutet es, dass ich mich wohl und sicher fühle? Dass ich keinen Grund zur Sorge habe? Autonomie? Dass ich selbständig fungieren kann?
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