Reflexion
Montag, 10. August 2015
Das Prämienland
Was spricht dagegen, wieder Grenzkontrollen einzuführen? Ich würde es sinnvoll finden.
Warum werden Tausende Flüchtlinge aufgenommen, ein Großteil kann nicht bleiben. Warum unterstützt man das Geschäft der Schleuser, die Deutschland oder Österreich als Schlaraffenland versprechen?
Es ist nicht einfach hier Fuss zu fassen für einen Flüchtling, es wird zu wenig unterstützt, aber wie wild aufgenommen.
Wenn ich Kapazität für einen Flüchtling habe, kann ich nicht so tun als ob ich Kapazitäten für zehn hätte.
Das ist menschenunwürdig. Wie im Knast, Versorgung mit Essen und einer kleinen Unterkunft, mehr auch nicht, arbeiten dürfen Asylsuchende nicht, die Stadt verlassen möglichst auch nicht. Warum nicht? Sie „dürfen“ warten …. warten … warten…
Deutschunterricht wird kaum angeboten, aber Integration gefordert, wie denn?
Man verlässt sich auf Ehrenamtlichkeit.
Ein Asylant wartet oft Jahre auf einen deutschen Pass. In manchen deutschen Behörden spricht man nicht einmal Englisch, es muss ein Übersetzer mit, wenn keiner da ist, wird der Termin verschoben. Es vergehen Monate, bis zum nächsten Termin. Die Formulare sind aber auch oft für Deutsche kaum verständlich. Wäre ja zu einfach.
Flüchtlinge werden in Zelten notuntergebracht, viele unterschiedliche Nationalitäten treffen aufeinander. Man kann auch Gartenstühle als Waffen missbrauchen.
Was passiert im Herbst? Vielleicht kann man die Bürger bestechen einen Flüchtling aufzunehmen?
Was nützen Auffangstationen, wenn es danach nicht weitergeht?
In Lörrach zahlt man Prämien, damit Asylsuchende mit wenig Chance auf Asyl wieder auswandern, um Platz für andere Asylsuchende zu schaffen. So ein Blödsinn!

Ein schlechtes Gewissen, wegen deutscher und österreichscher Geschichte vor 70 Jahren hat man, aber nicht an dem Anteil vor 25 Jahren. Nur noch wenige Menschen haben den zweiten Weltkrieg miterlebt.
Den Kommunismus und den linken Terror aber so einige. RAF, DDR?
In der Schule prügelte man uns die deutsche Geschichte von 1929 bis 1955 regelrecht ein. Was danach passiert wurde nur mal am Rande erwähnt.
Die Gesellschaft rückt immer weiter nach links und provoziert damit Extreme auf beiden Seiten. Muss ich mich wundern, wenn dann auch die rechte Gewalt wieder zunimmt? Muss ich nicht, wenn ich die Bundesbürger nicht ernst nehme. Gilt „linksextrem“ mittlerweile als Mitte? Wenn man anderer Meinung ist, wird man sofort in die „rechtsextreme“ Schublade gesteckt … Nazi, Rassist…
Wer von denen, die fordern, weitere Flüchtlinge aufzunehmen, engagiert sich denn auch praktisch dafür?
Ich rede nicht von Banner und rumschreien oder pfeifen. Linksprämie?

Man investiert zu wenig für Bildung, jammert aber dass keine Fachkräfte vorhanden sind.
Senioren können von ihrer spärlichen Rente kaum leben und müssen dazuverdienen. Wie wäre es mit einer Rente ab 101? Gibt es dann eine Abwrackprämie?
Das als „Herdpämie“ titulierte Betreuungsgeld wurde gekippt, es wäre verfassungswidrig.
Genug Kitaplätze sind trotzdem nicht vorhanden, das wiederspricht natürlich keinem Gesetz.
Wie wäre es mit einer Ein-Kind-Prämie? Sonst könnte die Anzahl deutscher Kinder in Deutschland überhand nehmen. Das wäre fatal.

FÜR EINE BESSERE ASYLPOLITIK! DAFÜR DIE NOTWENDIGEN GRENZEN ZU ZIEHEN, ABER OHNE ANTIFASCHISTISCHEM „SCHUTZWALL“ ODER ÄHNLICHEM!
FÜR MEHR INVESTITIONEN IM BEREICH BILDUNG, BAU VON KITAS, EINE BESSERE RENTENPOLITIK!
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Montag, 22. Juni 2015
San Andreas Film Rezension
San Andreas, der Film wirkte wie ein Abklatsch von "2012" und "The day after tomorrow", nichts außergewöhnliches oder neues.
Im allgemeinen war alles sehr vorausschaubar. Keine überraschenden Wendungen. Eine Schnulze wurde noch mit reingepackt, wie in jeden Katastrophen-Weltuntergangsfilm.
Vom Hocker hat mich der Film nicht gerissen. Gut fand ich trotzdem die Schauspieler, trotz einer langweiligen, nicht authentischen Story, einfach zu klischeehaft. Von einem Dwayne Johnson hatte ich mehr erwartet. Vielleicht habe ich auch schon zu viele Filme in dem Genre gesehen und die Erwartungen sind daher dementsprechend hoch.
Schön war das gute, liebevolle Verhältnis der Brüder.
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Samstag, 20. Juni 2015
Die Sache mit dem Vergeben
Die Sache mit dem Vergeben


„Als Christ muss man vergeben, man darf keinen Raum für Hass lassen.“

Wie oft habe ich das so oder so ähnlich gehört.

In Charleston wurden mehrere Mitglieder einer Methodistenkirche getötet, einige Tage später sagen Angehörige der Opfer: „Wir müssen dem Täter vergeben“

Wie kann ich jemanden so schnell vergeben, der die Menschen tötete, die ich liebte?
Das kann doch nicht echt sein?
Was bringt es, jemanden „zu vergeben“ um des Vergebens willen? Weil ich vergeben MUSS?
Wir dürfen den Hass nicht zulassen, ist die Antwort.
Aber ist es nicht eine ganz normale Reaktion, dass ich geschockt, wütend, sauer bin, und im ersten Moment auch die Person hasse?

Ich erinnere, als vor einigen Jahren, ein 19-Jähriger der Gemeinde nach Tansania „ausgesendet“ wurde, als Entwicklungshelfer über eine christliche Organisation.
Er berichtete über einen Blog über seine Erlebnisse dort und die waren alle positiv, bis er eines Tages auf einem Markt dort überfallen und ausgeraubt wurde.
Er schrieb über Facebook, dass er geschockt und enttäuscht von der Kultur ist.
Ein Mädchen aus Deutschland schrieb, „Du musst ihm vergeben, bei mir hat sich heute im McDonalds auch jemand vorbeigedrängelt, ich musste ihm auch vergeben…“

Ich konnte nur den Kopf schütteln über ihren Kommentar, sie verglich beide Situationen ernsthaft miteinander.
Wenn sich jemand einmal vordrängelt, interessiert mich das auch nicht weiter, ich habe auch gar keine Lust und keinen Nerv mich über solchen Kinderkram aufzuregen.
Aber man kann das nicht ernsthaft damit vergleichen, mit dem was er erlebte, natürlich ist er enttäuscht und geschockt. Es ging ja auch um seine Sicherheit, er wurde glaube ich, sogar mit einem Messer bedroht.

Dieses Zwang zu vergeben, ich habe mehrmals bei mir gemerkt, dass es nicht funktioniert.
Manches kam immer wieder hoch. Ich fühlte immer noch Ärger und Wut. Es wurde auch einfach nicht anerkannt, dass das so schlimm für mich war.
Vielleicht ist der Unterschied jetzt auch, dass es anerkannt wurde von Psychologen.

Manchmal frage ich mich echt, wie das alles funktioniert, diese Christen arbeiten ja häufig in sozialen Berufen oder engagieren sich sozial, aber nur wenige sind wirklich sozial kompetent. Es ist eine Pseudosozialkompetenz, die an den Tag gelegt wird. Sich aufopfern für andere hat nichts mit „sozialer Kompetenz“ zu tun, und ständige Belehrung und Zurechtweisung erst recht nicht.

Und wenn ich vergebe, weil ich vergeben muss, verlerne ich Gefühle wahrzunehmen, und ich werde „gefühlskalt“, ich handele gegen meine Natur, gegen mein Gefühl.
Ich bin kein nachtragender Mensch, aber ich sollte mir zugestehen, meine Gefühle wahrnehmen zu dürfen, auch wenn es Wut / Frust / Ärger / Hass ist, vergeben kann ich, wenn ich dazu bereit bin.
Eher bringt das Ganze auch gar nichts, außer Selbsthass und Selbstzweifel, ich zweifelte, weil es bei mir nicht funktionierte. Also glaubte ich, es ist mein Fehler, meine Schuld.
So entstanden über Jahre viele Ängste und Schuldgefühle.

Über die Psychologie wird von manchen Christen gesagt, sie sei eine Pseudoreligion. Mittlerweile glaube ich, es ist umgekehrt, manche Religion ist „Pseudopsychologie“, ein verzerrtes Bild.
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