Reflexion: 2016-06-05
Sonntag, 5. Juni 2016
Hass oder Gleichgültigkeit, Sie haben die Wahl...
Lieber Hass als Gleichgültigkeit? Denn Hass würde ja bedeuten, ich hätte dir mal was bedeutet, aber diese Gleichgültigkeit, die du mir gegenüber an den Tag legst, kann ich nicht ertragen. Du hattest von Anfang an kein Interesse an einer Klärung, mehrmals hatte ich versucht mit dir zur reden, du blocktest ab. Auch jetzt kommt keine Regung mehr von dir. Ein Geburtstagsgruß, meines Erachtens, aus Pflichtgefühl über Whatsapp, ist unsere einzige Kommunikation seit fast 3 Jahren. Alles Gute zum Geburtstag - Danke. Du stellst mich als dumm dar, machst dich lustig über meine Sensibilität, schlimmer noch, du unterstellst mir diese als Druckmittel. Das war einer der kränkenden Vorwürfe überhaupt, aber das wird ja in unserer Familie allgemein nicht verstanden. Unsere Schwester schoss letztes Jahr im August genauso scharf: "Sich selbst hochsensibel nennen und auf Spatzen schießen mit Kanonen, passt irgendwie nicht zusammen." Hochsensibel bedeutet nicht, dass ich mich nicht wehren darf, dass ich nie gereizt sein werde oder dass ich mich für besseres halte im Gegenteil, seit Jahren knabbere ich an meinem Selbstwert.
Zurück zu dir. Es macht für mich keinen Sinn mehr, mit anderen darüber zu sprechen, sie verstehen unsere Beziehung nicht. Du warst für mich die einzig vertrauensvolle Bezugsperson (an die ich mich erinnere) aus Kindertagen. Wir teilten unsere Träume und mit 3 und 4 Jahren auch unsere Ängste vor den Geistig Behinderten, wenn sie dich schlugen, tat es mir genauso weh. Es waren Kinder mit der Statur eines Erwachsenen, woher sollen die wissen, wie man mit kleinen Kindern umgeht? Dass man diese nicht kitzelt, obwohl sie keine Luft mehr bekommen, dass man ihnen nicht Bonbons schenken und nachdem die Kids sie gelutscht haben, zurück fordern kann. Bestrafung folgte mit Ohrfeige und dem wegnehmen unseres Spielzeugs.
Eine meiner größten Ängste ist vor 3 Jahren eingetroffen, ich habe dich als guten Freund und Seelenverwandten(an deine Freundin) verloren.
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Motivation ist nicht alles...
Sagte letztens die Frau, die derzeit über meine berufliche Zukunft entscheidet. Was soll das heißen? Dass ich zuviel davon habe? Gibts das, kann man zuviel Motivation haben? Manchmal ist es frustrierend, Leute mit geringer Motivation und nicht ansatzweise der Mühe, der Kraft die ich aufbringe, erreichen höhere Ziele. Meine Ansprüche an mich selbst seien zu hoch, sagt man mir, ich habe sie bereits zurück geschraubt. Biegen und brechen funktioniert meist nicht. Es ist, wie es Kafka beschrieben hat, eine Treppe mit hohen Stufen, ich brauche lange sie zu erklimmen, bei anderen sind sie niedriger, leichter besteigbar. Andere haben möglicherweise auch ein Geländer oder zwei. Manche haben sogar einen Treppenlift. Da ist es einfach, Ziele zu erreichen, nur sieht das niemand, welche Kraft einer aufwendet, während der anderen vom Treppenlift verwöhnt und entspannt nach oben rast. Schwierig wird es für letzteren allerdings, wenn der Treppenlift plötzlich nicht mehr funktioniert oder die Geländer alt, kaputt und keine Unterstützung mehr sind. Vielleicht gibt es auch ein Seil zum hoch hangeln? Der berufliche Erfolg steht bei mir nicht im Vordergrund, ich brauche nur etwas, von dem ich gut (auch gesundheitlich) leben kann, wo ich relativ selbständig und sinnvoll arbeiten kann.
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