Reflexion
Dienstag, 28. Juni 2016
Manchmal bekommen Andere Anerkennung, die eigentlich mir zusteht. Warum stört es mich? Bin doch nicht darauf angewiesen. Mich wundert nur, dass die Person, die "meine" Anerkennung erhält, sich nicht komisch fühlt dabei. Sie genießt die unverdiente Anerkennung und suhlt sich darin. Das ging mir schon öfter so, anscheinend lädt mein meine Art dazu ein. Freudestrahlend bedanken sich Andere beim Anerkennungsgeber. Irgendwie muss ich wohl Anteil daran tragen, dass es immer wieder so passiert. Die Ideen sind meine, die Umsetzung übertrage ich manchmal auf Andere, bzw. weihe ich Andere ein, die mir bei der Umsetzung meiner Idee zuvorkommen. Ich zweifle zu lang, feile zu lang, lasse mich verunsichern und traue mich zu wenig. Von guten, aber seltenen Beobachtern werde ich wahrgenommen.
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Montag, 27. Juni 2016
Aber Freunde sind wir nicht!
Mit meinem Mädels war ich am Samstag vormittag zum Brunch. Wir redeten über unsere Beziehungen, meine Ehe und die Arbeit. Jedenfalls sagte ich, dass es mich stört, beim Friseur von wildfremden geduzt zu werden, wir witzelten darüber. Ich sagte: "Wir haben doch nicht zusammen im Sandkasten gespielt, wir sind nicht befreundet". Eine der beiden sagte dann, ich würde betonen: Wir sind aber KEINE Freunde gegenüber der Friseurin. Brachte mich zum nachdenken, ich betone, dass selbst bei guten Bekannten, nicht IHNEN gegenüber nur MIR selbst. WIR SIND KEINE FREUNDE! Oft bin ich dann schon erschrocken und überrascht, wer mich zu seinen Freunden zählt. Ist das für irgendjemanden hier draußen nachvollziehbar? Freunde nenne ich nur 2 befreundete Paare, naja manchmal sind es 3, manchmal sogar 4. Nennt es seltsam. Eigentlich tue ich mich schwer, jemanden als Freund zu bezeichnen.
Mir fällt gerade noch eine andere Situation ein, als mir eine vermeintliche Freundin auch sehr in den Rücken gefallen ist. Wir leiteten gemeinsam ein Ehrenamt, ich konnte aber im Beisein der Leiterin mich nicht wirklich einbringen, ich hatte Angst. Aber machte die ganze, stressreiche Vorbereitung, über Stunden, das sah niemand. Meine "Freundin" ließ es so aussehen, als hätte sie alles alleine gemacht. Diesen angeblichen Freunden kehrte ich den Rücken.
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Keine großen Sachen
doch immer wieder Sachen, die mich stark berühren, stärker als ich es will. Über eine musste ich vorhin nachdenken. In meinem letzten Betrieb hatte ich eine meines Erachtens nach gute Freundin, ich fragte sie ob sie meine Trauzeugin sein will. (Das war Anfang 2014) Gewünscht hatte ich mir immer, dass es einmal mein Bruder sein wird, doch der stand ja dann nicht mehr zur Debatte. Im Nachhinein wäre es besser gewesen, wenn er und seine schlechte Laune, Arroganz, Wut, Selbstgefälligkeit und Freundin auch nicht zur Trauung erschienen wären. Bin ich denn dämlich? Ich zwinge doch niemanden an einem der schönsten Tage in meinem Leben teilzunehmen. Ich Blöde, drückte noch meine Traurigkeit aus, dass er nicht zur Feier kam. Er antworte, ich solle froh sein, dass er und sein Freundin zur Trauung da waren. Hat der nen SCHATTEN??!! Sagte ihm, wenn er so denke, wäre es besser gewesen, er wäre gar nicht gekommen. DANKE, ICH VERZICHTE! Konnte er nicht einsehen! Seitdem ist, wie schon mal erwähnt Funkstille. Jedenfalls fragte ich meine angeblich gute Freundin, ob sie den Part der Trauzeugin übernehmen möchte. Unterschrieben hätte sie schon, mehr aber auch nicht. Sollte der Trauzeugenpart nicht eine Ehre sein? Jedenfalls sagte sie erst kurzfristig, ein paar Wochen vor Hochzeit, dass sie keine Zeit für die Trauzeugensache hätte, sie hat soviel mit dem Haus zu tun, blablablablubb. Ich denke, dass es zum Großteil der Einfluss der Eltern war. Aber trotzdem, wir sind doch erwachsen... Sie war zur der Zeit 25, ich 24... Wie gesagt unterschrieben hätte sie, das mir zu dumm und zu unzuverlässig, ich fragte letztendlich meine Schwester. Die vermeintliche Freundin ließ sich dann mit einer Nasennebenhöhenentzündung am Montag vor unserer Hochzeit (die Hochzeit war am Samstag) entschuldigen, ich vermute, sie kam sich dumm vor. Ein schlechtes Gewissen denke ich nicht. HALLO?? Ich hatte auch schon Nasennebenhöhlenentzündung, aber das nach ein paar Tagen erledigt, ich würde mir doch deshalb nicht die Hochzeit meiner Freundin entgehen lassen, ein Ereignis das 1x im Leben statt findet. Es gab ein Geschenk danach, aber das machte es für mich nicht besser. Es war zwischen uns dann nicht mehr so, wie es einmal war. Wie kann ich ihr denn auch diesen Part zumuten, der für Freunde eigentlich eine Ehre sein sollte. Wie kann ich geglaubt haven, dass ich einen Wert für sie habe? Ich, die sich für Freunde fast alles aufreisst. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich eine andere bessere Freundin gefragt, die zwar weiter weg wohnt, die sich aber über diesen Part wahnsinnig gefreut hätte. So ist das Leben. Für mich war es eine große Sache, schmerzhaft, ziemlich sogar.
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Sonntag, 26. Juni 2016
Keine Antwort ist auch ne Antwort
Eigentlich zähle ich mich nicht zu denen, die fieberhaft auf Facebook, Whatsapp oder Email-Nachrichten warten. Oft geht mir das Ganze mittlerweile ziemlich auf den Geist, besonders in den Gruppen. Die "Gelesen" und "Online"- Funktion, das macht doch total wahnsinnig, man steht ständig im Zugzwang, habe die Chats deaktiviert und die "Gelesen"-Funktion auch. Trotzdem gibt es Leute, die regelrecht beleidigt tun, wenn sie nicht innerhalb 5 Minuten eine Antwort erhalten, es nervt mich wahnsinnig. Haben die noch ANDERE Hobbies?
Eine Vielzahl unwichtiger Informationen werden ausgetauscht, für die in meinem Dickschädel gar kein Platz ist und sein soll, aber ich nehme sie trotzdem auf und ärgere mich dann, dass ich mir unwichtiges besser merke, als wichtiges.
Jedenfalls bin ich ein Trantüte, habe mein smartes Phone auf Arbeit vergessen. Warte auf eine mir sehr wichtige E-Mailantwort, ich kann lange warten. Für mich wichtig, für den Gegenpart nicht. Nun ja, ich kann es natürlich nicht verlangen, dass die Nachricht vom Freitag abend jetzt schon beantwortet wird. Aber bei diesem Thema bin ich derzeit einfach nur angekratzt. Mich nervt die ständige Erreichbarkeit, aber ich selbst habe Entzugserscheinungen ohne mein Smartphone, wie abhängig wir doch von der Technik sind. Wir lassen uns abhängig machen. Schneller, Neuer, Moderner, immer mehr und mehr... Nahm mir vor mein Smartphone weniger zu nutzen, gelingt nur bedingt, jetzt gerade zwangsweise. ;-)


Hier sieht es gerade stark aus nach Gewitter. Es kracht auch irgendwie die ganze Zeit, was mehr nach Böller klingt, mal sehen... was hier passiert.
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