Reflexion: Keine großen Sachen
Sonntag, 26. Juni 2016
Keine großen Sachen
doch immer wieder Sachen, die mich stark berühren, stärker als ich es will. Über eine musste ich vorhin nachdenken. In meinem letzten Betrieb hatte ich eine meines Erachtens nach gute Freundin, ich fragte sie ob sie meine Trauzeugin sein will. (Das war Anfang 2014) Gewünscht hatte ich mir immer, dass es einmal mein Bruder sein wird, doch der stand ja dann nicht mehr zur Debatte. Im Nachhinein wäre es besser gewesen, wenn er und seine schlechte Laune, Arroganz, Wut, Selbstgefälligkeit und Freundin auch nicht zur Trauung erschienen wären. Bin ich denn dämlich? Ich zwinge doch niemanden an einem der schönsten Tage in meinem Leben teilzunehmen. Ich Blöde, drückte noch meine Traurigkeit aus, dass er nicht zur Feier kam. Er antworte, ich solle froh sein, dass er und sein Freundin zur Trauung da waren. Hat der nen SCHATTEN??!! Sagte ihm, wenn er so denke, wäre es besser gewesen, er wäre gar nicht gekommen. DANKE, ICH VERZICHTE! Konnte er nicht einsehen! Seitdem ist, wie schon mal erwähnt Funkstille. Jedenfalls fragte ich meine angeblich gute Freundin, ob sie den Part der Trauzeugin übernehmen möchte. Unterschrieben hätte sie schon, mehr aber auch nicht. Sollte der Trauzeugenpart nicht eine Ehre sein? Jedenfalls sagte sie erst kurzfristig, ein paar Wochen vor Hochzeit, dass sie keine Zeit für die Trauzeugensache hätte, sie hat soviel mit dem Haus zu tun, blablablablubb. Ich denke, dass es zum Großteil der Einfluss der Eltern war. Aber trotzdem, wir sind doch erwachsen... Sie war zur der Zeit 25, ich 24... Wie gesagt unterschrieben hätte sie, das mir zu dumm und zu unzuverlässig, ich fragte letztendlich meine Schwester. Die vermeintliche Freundin ließ sich dann mit einer Nasennebenhöhenentzündung am Montag vor unserer Hochzeit (die Hochzeit war am Samstag) entschuldigen, ich vermute, sie kam sich dumm vor. Ein schlechtes Gewissen denke ich nicht. HALLO?? Ich hatte auch schon Nasennebenhöhlenentzündung, aber das nach ein paar Tagen erledigt, ich würde mir doch deshalb nicht die Hochzeit meiner Freundin entgehen lassen, ein Ereignis das 1x im Leben statt findet. Es gab ein Geschenk danach, aber das machte es für mich nicht besser. Es war zwischen uns dann nicht mehr so, wie es einmal war. Wie kann ich ihr denn auch diesen Part zumuten, der für Freunde eigentlich eine Ehre sein sollte. Wie kann ich geglaubt haven, dass ich einen Wert für sie habe? Ich, die sich für Freunde fast alles aufreisst. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich eine andere bessere Freundin gefragt, die zwar weiter weg wohnt, die sich aber über diesen Part wahnsinnig gefreut hätte. So ist das Leben. Für mich war es eine große Sache, schmerzhaft, ziemlich sogar.
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