Reflexion: Ich möchte ernst genommen werden
Donnerstag, 28. April 2016
Ich möchte ernst genommen werden
•Ich habe – wie jeder andere auch – Respekt verdient.
•Ich habe Rechte und ich fordere meine Rechte ein.
•Ich bin genauso wichtig wie jeder andere auch.
•Ich erwarte, dass andere mich freundlich, fair, ehrlich und erwachsen behandeln.
•Ich erwarte von anderen, dass sie ihre Versprechen mir gegenüber einlösen.
•Auch was ich will und brauche, zählt.
•Ich darf sagen, wenn mir etwas nicht gefällt.

www.zeitzuleben.de

...gerade gefunden, fand ich gut.
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Ist es wohl auch.
Schade, dass es scheinbar keine Selbstverständlichkeiten sind, ob wohl es doch eigentlich so sein sollte... finde ich zumindest.

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Ja das ist wahr. Bei vielen geht es dann eher ins Andere Extrem, sie haben Rechte für alles, der Andere hat keine. Es ist schade, dass Einfühlungsvermögen nicht als Wert angesehen wird, dabei könnte vieles leichter sein, wenn sich der ein oder Andere dafür Zeit nehmen würde, in seine Mitmenschen reinzuhören.

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Das mit der Zeit ist ein ziemliches Problem. Durch die angeblich erhöhte Geschwindigkeit des Lebens scheinen zu viele Menschen die Technik des "Reflexdenkens" zu bevorzugen, mit der man nahezu ohne Fühlen auskommt respektive dieses glaubt.
Mitfühlen ist zu altbacken und zeitraubend, obwohl es eigentlich ja eine der Superkräfte des Menschen darstellt.
"Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und geteilte Freude ist doppelte Freude." ist leider total abgesagt. Ich schätze, weil es das für lau gibt und sich nicht kommerzialisieren lässt. Sowas ist ja nicht so toll für die Wirtschaft, heißt es.

Und die eigenen Gefühle müssen linientreu immer im grünen Bereich sein. "Tschaka, du schaffst es! Denn du bist ja vorschriftsmäßig zwangsoptimistisch, hast Alles im Griff und fällst auf keinen miesen Trick herein."
Wozu muss man da noch fühlen, wenn eh schon Alles klar ist?

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Ja bei uns ist mitfühlen eher altbacken und eine Schwäche, in Teilen Asiens wird es ja als Stärke und positive Eigenschaft gesehen. Sensibel sein, Empathisch sein...

Und beim Zwangsoptimismus läuft man schnell Gefahr, sich anstecken zu lassen, und wenn nicht, einen Stempel als notorischer Schwarzseher und Negativist zu bekommen(wie ich), da fühle ich mich absolut fehleingeschätzt, ich bin vielleicht kein Optimist aber auch kein immer-alles-schwarz-Seher, weil ich Dinge hinterfrage. Nur leider ist hinterfragen, nicht wirklich gefragt. Die Antwort muss sofort stehen, ich habe gar keine Zeit zum Abwägen.

Wobei ich schon glaube, dass sich Empathie kommerzialisieren lässt, bzw. das was die Meisten unter Empathie verstehen, darauf bin ich, ich gestehe, auch schon reingefallen, habe einige Bücher und Zeitschriften gekauft, in denen es um dieses Thema ging. Manches davon war dann doch sehr einseitig beschrieben. Bspw. als es ginge es bei Empathie allein darum, MITLEID für z.B. Flüchtlinge zu empfinden. Mitleid nutzt ihnen allerdings auch nicht besonders viel.

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