Sonntag, 15. Mai 2016
Schulzeiten
whiteowl, 20:20h
Die mitleidigen Mienen, ich mag sie nicht... ist es Mitleid oder Mitgefühl? Ich komme klar - ist doch klar. Mitgefühl wäre okay, aber das kann ich nicht erwarten- ich erwarte es auch nicht. Verständnis wäre cool. Aber mittlerweile meine ich, dass mich nicht jeder verstehen muss. Hauptsache ich finde mein inneres Gleichgewicht wieder.
"Ich hasste die Schule und sie hasste mich" - Stephan Weidner
Mir ging es ähnlich. Dachte es hätte sich mittlerweile geändert. Die Menschen haben sich verändert, es ist eine neue Situation, aber die alte Angst klopft an die Hintertür. Für mich ist es leichter, als für Andere, was das betrifft, habe ich die alten Gesichter nicht mehr vor mir, die Umgebung auch nicht tagtäglich. Doch dann gibt es Situationen, Momente und das alte Gefühl kommt hoch. Meint man doch bei jungen Menschen, die meinen angestrebten Beruf ebenfalls erlernen möchte, dass eine gewisse Reife da sein sollte. Vergeblich gesucht. Zumindest im Schulkontext. Es war nicht ertragbar für mich und S., der ebenfalls sehr negative Erfahrungen in Sachen Schulzeit machte. Nach 1,5 Stunden brachen wir die "Aktion" ab.
"Nicht geschafft" - Ziel nicht erreicht, aber so ist es nun mal, schrieb mir bereits meinen Kauderwelsch im Kopf aufs Papier, öffne gerade einige Dosen Mitleid für meine Soz.päd. die sich bereit erklärte dies zu lesen. Glaube es wird schwer für sie durchzublicken, denn am Donnerstag und Freitag(insbesondere Donnerstag) war ich so unsortiert wie der Kleiderschrank eines Teenagers. Madame Arroganz-Hochkompetent gab mir noch eine ganze Weile zu denken. Die restlichen Mitschüler überraschten mich weniger, waren in der Woche davor nicht viel anders, verhielten sich kindisch, respektlos und unreif. Was an sich nicht das Problem ist, solange ich meine Ruhe habe. Die hatte ich aber nicht, da sie meinten die ganze Zeit den Unterricht stören zu müssen, in dem sie rumschreien, nicht mitmachen, wir dadurch insgesamt nicht weiter kommen. Wenn sie schlafen würden, wäre das ideal- Für mich und die, die interessiert sind, den Unterricht zu folgen. Ich bin nun wirklich kein Streber, aber so ist keine Konzentration möglich. Ich erbrachte durchschnittliche Leistungen, tat mehr als andere, erhielt trotzdem nur mittelmäßige Noten. Nichts war besonders gut, nichts besonders schlecht. Außer Chemie, ich stand in der 10. auf 3,6 machte daher eine der beiden mündlichen Pflichtprüfungen im Fach Chemie. Ein großer Fehler, ich hatte keine Ahnung. Chemie kann man nicht mal auswendig lernen- entweder man verstehts oder nicht. Wobei ich sowieso kein Freund des Bulimielernens bin. Ich will es verstehen, Chemie und Physik verstand ich nicht wirklich. Die Prüferin meinte nach meinem Formelgekritzel an der Tafel: "Du hast so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann" ... ich war verärgert, diesen dummen Spruch hätte sie stecken lassen können. Die andere Prüferin fragte: "Warum hast du ausgerechnet in dem Fach Prüfung gemacht?" Das war meine Biologielehrerin, sie mochte mich nicht, das beruhte auf Gegenseitigkeit. Mein Antwort lautete: Weil ich keine 4 auf dem Zeugnis wollte. Merkwürdigerweise sah ich in ihrem Gesicht so was wie Verständnis aufflackern. Nun ja- die Chemie stimmt in Chemie nicht und im Großteil des Bereichs Schule auch nicht. Das alles liegt hinter mir, zum Glück. Doch ärgerliche Gefühle über die gesamte Sch...Schulzeit kommen ab und zu hoch.
Nun stehe ich vor der Frage: Alternative???
Alles wieder offen, ... sogar die Berufsrichtung stelle ich nun wieder in Frage.
Ein Fernstudium wäre toll, wird aber wohl kaum unterstützt. Und auf die Unterstützung bin ich zur Zeit angewiesen. Ob ich will oder nicht.
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"Ich hasste die Schule und sie hasste mich" - Stephan Weidner
Mir ging es ähnlich. Dachte es hätte sich mittlerweile geändert. Die Menschen haben sich verändert, es ist eine neue Situation, aber die alte Angst klopft an die Hintertür. Für mich ist es leichter, als für Andere, was das betrifft, habe ich die alten Gesichter nicht mehr vor mir, die Umgebung auch nicht tagtäglich. Doch dann gibt es Situationen, Momente und das alte Gefühl kommt hoch. Meint man doch bei jungen Menschen, die meinen angestrebten Beruf ebenfalls erlernen möchte, dass eine gewisse Reife da sein sollte. Vergeblich gesucht. Zumindest im Schulkontext. Es war nicht ertragbar für mich und S., der ebenfalls sehr negative Erfahrungen in Sachen Schulzeit machte. Nach 1,5 Stunden brachen wir die "Aktion" ab.
"Nicht geschafft" - Ziel nicht erreicht, aber so ist es nun mal, schrieb mir bereits meinen Kauderwelsch im Kopf aufs Papier, öffne gerade einige Dosen Mitleid für meine Soz.päd. die sich bereit erklärte dies zu lesen. Glaube es wird schwer für sie durchzublicken, denn am Donnerstag und Freitag(insbesondere Donnerstag) war ich so unsortiert wie der Kleiderschrank eines Teenagers. Madame Arroganz-Hochkompetent gab mir noch eine ganze Weile zu denken. Die restlichen Mitschüler überraschten mich weniger, waren in der Woche davor nicht viel anders, verhielten sich kindisch, respektlos und unreif. Was an sich nicht das Problem ist, solange ich meine Ruhe habe. Die hatte ich aber nicht, da sie meinten die ganze Zeit den Unterricht stören zu müssen, in dem sie rumschreien, nicht mitmachen, wir dadurch insgesamt nicht weiter kommen. Wenn sie schlafen würden, wäre das ideal- Für mich und die, die interessiert sind, den Unterricht zu folgen. Ich bin nun wirklich kein Streber, aber so ist keine Konzentration möglich. Ich erbrachte durchschnittliche Leistungen, tat mehr als andere, erhielt trotzdem nur mittelmäßige Noten. Nichts war besonders gut, nichts besonders schlecht. Außer Chemie, ich stand in der 10. auf 3,6 machte daher eine der beiden mündlichen Pflichtprüfungen im Fach Chemie. Ein großer Fehler, ich hatte keine Ahnung. Chemie kann man nicht mal auswendig lernen- entweder man verstehts oder nicht. Wobei ich sowieso kein Freund des Bulimielernens bin. Ich will es verstehen, Chemie und Physik verstand ich nicht wirklich. Die Prüferin meinte nach meinem Formelgekritzel an der Tafel: "Du hast so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann" ... ich war verärgert, diesen dummen Spruch hätte sie stecken lassen können. Die andere Prüferin fragte: "Warum hast du ausgerechnet in dem Fach Prüfung gemacht?" Das war meine Biologielehrerin, sie mochte mich nicht, das beruhte auf Gegenseitigkeit. Mein Antwort lautete: Weil ich keine 4 auf dem Zeugnis wollte. Merkwürdigerweise sah ich in ihrem Gesicht so was wie Verständnis aufflackern. Nun ja- die Chemie stimmt in Chemie nicht und im Großteil des Bereichs Schule auch nicht. Das alles liegt hinter mir, zum Glück. Doch ärgerliche Gefühle über die gesamte Sch...Schulzeit kommen ab und zu hoch.
Nun stehe ich vor der Frage: Alternative???
Alles wieder offen, ... sogar die Berufsrichtung stelle ich nun wieder in Frage.
Ein Fernstudium wäre toll, wird aber wohl kaum unterstützt. Und auf die Unterstützung bin ich zur Zeit angewiesen. Ob ich will oder nicht.
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herr klimlof,
Montag, 16. Mai 2016, 08:19
Sorry, aber da muss ich mal ganz knackig nachfragen. Verstehe ich es richtig, dass dich das Leben gerade derart bearbeitet, dass du abgebrochene Lehrerin werden willst? (Da wärst du nicht die/der Erste.)
Oder habe ich da was in den falschen Hals bekommen?
Oder habe ich da was in den falschen Hals bekommen?
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whiteowl,
Dienstag, 17. Mai 2016, 17:37
Nein, nicht Lehrerin. Kff f. Büromanagement, ich möchte eine Umschulung machen. Klang dass so?
Hmm,... als Lehrerin könnte ich mich dann rächen, an den Schülern :-D
Hmm,... als Lehrerin könnte ich mich dann rächen, an den Schülern :-D
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herr klimlof,
Dienstag, 17. Mai 2016, 22:11
Kff. f. Büromanagement... aha, klingt cool, irgendwie unverzichtbar wichtig, aber du hast keinen Bock mehr drauf... selbstverständlich aus guten Gründen.
So weit so klar, aber so richtig kapiert habe ich das setting (noch) nicht.
Ich versuch's mal.
Du lernst gerade die Belange des Büromanagements, findest das jedoch unpassend.
Deswegen wünscht du dir eine Umschulung.
Haut das hin so? (Vielleicht habe ich auch einen heftigen Knick in der Hauptdenkleitung.)
Auf die Lehrerin bin ich wohl gekommen, weil relativ viele Schuldetails aller Art vorlagen und ne Überschrift, die ebenfalls einen Hinweis zu geben schien.
Völlig daneben offenbar. Macht nix, so mallört das Leben manchmal :-)
So weit so klar, aber so richtig kapiert habe ich das setting (noch) nicht.
Ich versuch's mal.
Du lernst gerade die Belange des Büromanagements, findest das jedoch unpassend.
Deswegen wünscht du dir eine Umschulung.
Haut das hin so? (Vielleicht habe ich auch einen heftigen Knick in der Hauptdenkleitung.)
Auf die Lehrerin bin ich wohl gekommen, weil relativ viele Schuldetails aller Art vorlagen und ne Überschrift, die ebenfalls einen Hinweis zu geben schien.
Völlig daneben offenbar. Macht nix, so mallört das Leben manchmal :-)
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whiteowl,
Donnerstag, 19. Mai 2016, 12:53
Bock schon, dass Problem ist die Berufsschule. Ich müsste auf eine normale Berufsschule gehen(keine Umschulungsakademie), dort sind zum Großteil Leute, die eine Erstausbildung machen, ich wäre die einzige Umschülerin. (Ich lerne in einer Übungsfirma mit Praktika in verschiedenen Firmen. Das funktionierte nicht so gut. Das Niveau ließ trotz unterschiedlichen Alters zu wünschen übrig.
Tja Schulzeiten deshalb, weil ich auch vielen verschiedenen Schulen war, die mich dementsprechend prägten.
Tja Schulzeiten deshalb, weil ich auch vielen verschiedenen Schulen war, die mich dementsprechend prägten.
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herr klimlof,
Samstag, 21. Mai 2016, 11:47
An einer solchen (oder ähnlichen) Akademie habe ich auch eine Umschulung absolviert, wobei wir allerdings als gesamter Kurs geschlossen eine Klasse in der Berufsschule bildeten. Das lief einigermaßen bis auf ein paar Durchhänger.
Die erste BWL-Lehrerin, die wir dort hatten, war von uns deutlich überfordert. Als erste "Übung" sollten wir Überweisungszettel ausfüllen. Meine Güte, was für ein Spaß... rückblickend.
Die Teilnehmer deckten eine Altersspanne von zwanzig bis Mitte vierzig ab und standen sämtlich bereits mit beiden Beinen fest im Leben.
Ihr das zu erklären, war meine Aufgabe, da ich Mitte dreißig war und vier Kinder im Gepäck hatte. Die arme Frau war durchaus einsichtig. Sie hatte in ihren gewohnten Denkbahnen ihren auf Teenies zugeschnittenen Kram angefangen und konnte die Problemstellung nachvollziehen. Leider konnte sie sie nicht bewältigen. Der Unterricht blieb so flach und dogmatisch, dass es mir nicht gelang, besser als Drei zu werden. Da war ich doch ein bischen ärgerlich, musste das jedoch schlucken.
Einige Jahre später wurde ich dann Dozent bei der Konkurrenz und bildete dort selbst Umschüler aus. Diese Umschulungen wurden vom Arbeitsamt als "quasi-akademische Hochbildung" beworben. Das klang mal richtig cool, fand ich :-)
Die erste BWL-Lehrerin, die wir dort hatten, war von uns deutlich überfordert. Als erste "Übung" sollten wir Überweisungszettel ausfüllen. Meine Güte, was für ein Spaß... rückblickend.
Die Teilnehmer deckten eine Altersspanne von zwanzig bis Mitte vierzig ab und standen sämtlich bereits mit beiden Beinen fest im Leben.
Ihr das zu erklären, war meine Aufgabe, da ich Mitte dreißig war und vier Kinder im Gepäck hatte. Die arme Frau war durchaus einsichtig. Sie hatte in ihren gewohnten Denkbahnen ihren auf Teenies zugeschnittenen Kram angefangen und konnte die Problemstellung nachvollziehen. Leider konnte sie sie nicht bewältigen. Der Unterricht blieb so flach und dogmatisch, dass es mir nicht gelang, besser als Drei zu werden. Da war ich doch ein bischen ärgerlich, musste das jedoch schlucken.
Einige Jahre später wurde ich dann Dozent bei der Konkurrenz und bildete dort selbst Umschüler aus. Diese Umschulungen wurden vom Arbeitsamt als "quasi-akademische Hochbildung" beworben. Das klang mal richtig cool, fand ich :-)
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