Reflexion: Sunnyboys haben's leicht
Mittwoch, 8. Juni 2016
Sunnyboys haben's leicht
Oder ...girls, whatever. Diese findet man schon aus 50 Meter Entfernung sympathisch. Misstrauische haben's da schwerer. Misstrauen ist nicht gerade attraktiv, im Gegenteil. Aber ich weiß auch dass ich niemals zu ersteren gehören werde, da bin ich einfach nicht der Typ dafür. Plötzlich"frei raus" zu sein, das wäre was, ohne Hand vor den Mund, ist besser fürs Herz. Aber auch dieser Typ Mensch werde ich wohl nie sein können. Eigentlich komme ich mit Sunnyboys und-girls sogar meistens gut klar. Bin ja pflegeleicht, man schätzt mein zuhören, ganz besonders Leute, die sehr sehr viel reden. Denn die wiederum würden mit Leuten, die wie sie sind, nicht besonders lange klar kommen. Ich beende Sätze am Anfang oder mittendrin, bleibe in meiner Gedankenschleife stecken, weil ich mich nicht traue, sie zu beenden, zumindest den Satz nicht. Rede Smalltalk, obwohl ich lieber intensive Gespräche führe. Passe mich an, wie ein Chamäleon. Ein Sunnyboy kann er selbst sein, er kümmert sich weniger um seine Wirkung auf andere. Oder gerade viel, ist er einfach zu angepasst, da er weiß, was er verlieren würde? Ein Mensch ohne Sympathie hat diese auch nicht zu verlieren.Ist die Frage wer das größere Problem hat, der Unsympathische, der nie sympathisch war oder der Sunnyboy, der ständig Angst haben muss, seine Sympathien zu verlieren? Nach außen wirkt der Sunnyboy cool und stark,...
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Es dürfte alles damit stehen&fallen, ob der Betreffende seine Außenwirkung reflektiert.
Unreflektierte Sunnyboys machen das einfach so. Wenn mal was "schief geht", muss ne neue Strategie her oder ein erneuter Versuch. Das könnte ne kurze Phase des (Selbst)Zweifels auslösen, aber mehr wohl nicht nach meiner Einschätzung.
Reflektierte Sunnyboys unterscheiden sich danach, ob sie ihr überdurchschnittliches Charisma rücksichtslos egoistisch einsetzen, was sie sehr fragwürdig werden lässt, sobald es durchschaut wird, oder aber sie "verteilen" ihren Sonnenschein im Gießkannenverfahren, was sie dann zu Helden macht in meinen Augen :-)

Mir sind verschiedenste Ausformungen begegnet. Bei Gießkannensympathen stehe ich gerne im Abglanz und genieße es. Den Rücksichtslosen biete ich die Stirn, sofern das setting das hergibt.
Wenn Konstellationen vorlagen, in denen ich plötzlich die Rolle des Sunnyboys einnahm, habe ich das zwar immer sehr genossen, aber irgendwann hat mich die Erwartungshaltung, der ich mich ausgesetzt sah, kleinere Brötchen backen lassen. Putzigerweise ist diese Erwartungshaltung ein ausschließlich von mir wahrgenommenes/eingebildetes Phänomen. Es kam nie einer bei mir an und formulierte Ansprüche. Die kamen von mir und waren zu hoch.

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Also anziehend sind die Gießkannensunnyboys ja schon, solche sind zB notwendig für ein gutes Betriebsklima oder auch so, immer in Gesellschaften, mit solchen bin ich gern zusammen, sie muntern mich immer auf. Naja ich glaubte eigentlich auch, dass da gewisse Ansprüche da sind. Wenn ein Oliver Pocher mal unlustig ist, sind die Leute enttäuscht. Meine Humor hat er ja nicht, und Stand up Comedians sind auch nur Menschen. Ich will es mal anders ausdrücken, bei einen (Gießkannen)sunnyboy fällt es auf, wenn er fehlt, wenn er nicht entertaint, bei meiner Type eher nicht.

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Oliver Pocher als Beispiel für irgendwas. Ich glaube mein Schwein pfeift :-)

Der Bursche ist hardcore-arrogant und richtig ekelhaft zu Hotelangestellten.
Elton hingegen ist im RL genauso sympathisch, wie man ihn von der Mattscheibe kennt.
Die beiden haben wegen eines Drehs auf Sylt logiert. Ich kenne zufällig das zuständige Zimmermädchen.

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Mir ist gerade niemand besseres eingefallen, wollte nur ein bekanntes Bsp. anbringen. Ich mag die deutschen Stand up Comedians zum Großteil alle nicht, der Pocher kommt ja auch im TV recht arrogant und eher unlustig rüber. Bin auch nicht von mir ausgegangen, sondern von der großen Masse, die ihn lustig findet. Elton wirkt auf mich übrigens auch sympathisch, im TV.

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